Blumenau bleibt Festung
Am 8. Spieltag stand ein weiteres Heimspiel an, diesmal gegen den Tabellennachbarn Glauchau. Die Glauchauer sind die konstanteste Mannschaft der Liga und haben nur ein Match der Saison verloren. Beide Mannschaften hatten ordentlich Selbstvertrauen getankt, Blumenau durch den Überraschungssieg gegen Stollberg und Glauchau durch einen Kantersieg gegen Lengefeld. Doch der Vorteil lag auf Blumenauer Seite, da der Klassenerhalt gesichert war und man auf die Heimstärke setzen konnte. Außerdem standen alle Stammspieler zur Verfügung. Hingegen lag der Druck auf Glauchauer Seite, nur ein Sieg zählte, um den Aufstieg anpeilen zu können.
Und dies machte sich auch gleich an den Brettern bemerkbar.
Denn an Brett 6 ging Jan ins Risiko, indem er entgegengesetzt rochierte. Eine fatale Entscheidung, da die Bauernstellung bereits geschwächt war. Der Glauchauer Spieler nutzte dies geschickt aus und drang mit Dame, Läufer, Springer und Turm ein, bis der König matt war. 0:1 Führung für Glauchau.
An Brett 1 kam es zum schnellen Übergang ins Endspiel. In ausgeglichener und ruhiger Stellung investierte Felix' Gegner jedoch zu viel Bedenkzeit, was sich im 25. Zug rächen sollte: Bedingt durch die akute Zeitnot folgte ein Fehler und Bauernverlust, sodass die sofortige Aufgabe die Folge war.
1:1 Ausgleich
An Brett 4 trennte sich Peter mit seinem Gegner leistungsgerecht remis. An Brett 5 gelang es Jens, den gegnerischen Druck aus der Eröffnung heraus zu neutralisieren, ebenfalls remis. 2:2 Zwischenstand.
An den restlichen 4 Brettern sah es weitestgehend positiv aus. Doch dann begann das Chaos.
Das Zünglein an der Waage sollte wieder Mirko an Brett 3 sein. In der Eröffnung gelang es ihm, die gegnerische Rochade zu verhindern. Doch der Gegner machte aus der Not eine Tugend und warf seine Bauern am Königsflügel weit nach vorne, um anzugreifen – aber auch auf Kosten der eigenen Königssicherheit. Doch plötzlich geriet Mirko unter schweren Druck, der Angriff gegen ihn schien an Fahrt aufzunehmen. In beiderseitiger Zeitnot musste ein Weg her, die Damen zu tauschen. Und Mirko fand einen Weg :-) . Plötzlich zog er seine Dame nach f2, mitten ins Herz der gegnerischen Stellung. Der Gegner verblieb verblüfft, musste die Dame tauschen. Der Angriff war weg und es folgte Materialgewinn für Mirko – der Gegner gab frustriert auf. Erst nach der Partie offenbarte sich, dass Caissa etwas nachgeholfen hatte: Mirkos Dame hatte einen weißen Bauern auf dem Weg nach f2 „übersprungen“, was aber beiden Spielern nicht auffiel – eine Reklamation war nicht mehr möglich.
3:2 Führung Blumenau
Es blieb weiterhin chaotisch, doch damit war Caissas Güte bereits für Blumenau aufgebraucht, denn an Brett 8 übersah Robin in akuter Zeitnot eine Springergabel und musste aufgeben.
3:3 Ausgleich
Die Entscheidung fiel an den Brettern 2 und 7. Daniel hatte am 7. Brett einen Bauern im Turmendspiel mehr, doch die Verwertung war schwierig. Dem Glauchauer Nachwuchsspieler gelang es, den Bauern zurückzugewinnen. Doch Daniel kämpfte weiter, hatte er den Vorteil des aktiveren Königs. Ihm gelang es, den gegnerischen h-Bauern zu gewinnen, der nicht mehr aufzuhalten war. Ein ganz wichtiger Sieg in diesem Match!
4:3 Führung
An Brett 2 hatte Bert den Gegner mit guter Vorbereitung überspielt – Lohn war ein gewonnenes Endspiel, in dem der Läufer in Kombination mit dem a-Bauern den gegnerischen Springer dominierte. Doch der Gegner hatte ebenfalls einen Freibauern. In Zeitnot gelang es Bert nicht, den entscheidenden Zug zu finden. Plötzlich kippte die Partie, beide Bauern gingen zur Dame, Bert musste eine Qualität dafür ins Geschäft stecken. Doch der gegnerische König war schwach – ein Dauerschach reichte zum Matchgewinn.
4,5:3,5 Endstand
Durch diesen Sieg springt Blumenau überraschend auf den Silberrang in der Tabelle, da Neukirchen alle Kräfte freisetzte und Stollberg bezwang.
Die Blumenauer Heimstärke bleibt damit bestehen. Nur der jetzige Tabellenführer Freiberg konnte Punkte aus dem Flöhatal entführen.
Für Blumenau stellt sich die Frage nach dem Aufstieg jedoch weiterhin nicht. Die Spielerdecke ist zu dünn, um sich eine Liga höher zu bewähren. Im letzten Spiel gegen den Tabellenachten CSC Aufbau geht es daher nur darum, die Ehre zu bewahren.
Zweite Mannschaft spielt unentschieden
Die zweite Mannschaft trat zu sechst auswärts in Eppendorf an. Da bei Eppendorf ebenfalls ein Brett fehlte, wurde nur an sieben Brettern gespielt. Die erspielten 3,5 Brettpunkte reichten somit zum Punktgewinn, man verpasste aber, Eppendorf zu überholen.
Gerold, Gerd und Clemens sammelten Siege, während Johannes ein Remis beitrug