Samstag, 28. März 2026

22.03.2026: Caissa greift in Blumenau ein

Blumenau bleibt Festung

Am 8. Spieltag stand ein weiteres Heimspiel an, diesmal gegen den Tabellennachbarn Glauchau. Die Glauchauer sind die konstanteste Mannschaft der Liga und haben nur ein Match der Saison verloren. Beide Mannschaften hatten ordentlich Selbstvertrauen getankt, Blumenau durch den Überraschungssieg gegen Stollberg und Glauchau durch einen Kantersieg gegen Lengefeld. Doch der Vorteil lag auf Blumenauer Seite, da der Klassenerhalt gesichert war und man auf die Heimstärke setzen konnte. Außerdem standen alle Stammspieler zur Verfügung. Hingegen lag der Druck auf Glauchauer Seite, nur ein Sieg zählte, um den Aufstieg anpeilen zu können.

Und dies machte sich auch gleich an den Brettern bemerkbar.

Denn an Brett 6 ging Jan ins Risiko, indem er entgegengesetzt rochierte. Eine fatale Entscheidung, da die Bauernstellung bereits geschwächt war. Der Glauchauer Spieler nutzte dies geschickt aus und drang mit Dame, Läufer, Springer und Turm ein, bis der König matt war. 0:1 Führung für Glauchau.

An Brett 1 kam es zum schnellen Übergang ins Endspiel. In ausgeglichener und ruhiger Stellung investierte Felix' Gegner jedoch zu viel Bedenkzeit, was sich im 25. Zug rächen sollte: Bedingt durch die akute Zeitnot folgte ein Fehler und Bauernverlust, sodass die sofortige Aufgabe die Folge war.

1:1 Ausgleich

An Brett 4 trennte sich Peter mit seinem Gegner leistungsgerecht remis. An Brett 5 gelang es Jens, den gegnerischen Druck aus der Eröffnung heraus zu neutralisieren, ebenfalls remis. 2:2 Zwischenstand.

An den restlichen 4 Brettern sah es weitestgehend positiv aus. Doch dann begann das Chaos.

Das Zünglein an der Waage sollte wieder Mirko an Brett 3 sein. In der Eröffnung gelang es ihm, die gegnerische Rochade zu verhindern. Doch der Gegner machte aus der Not eine Tugend und warf seine Bauern am Königsflügel weit nach vorne, um anzugreifen – aber auch auf Kosten der eigenen Königssicherheit. Doch plötzlich geriet Mirko unter schweren Druck, der Angriff gegen ihn schien an Fahrt aufzunehmen. In beiderseitiger Zeitnot musste ein Weg her, die Damen zu tauschen. Und Mirko fand einen Weg :-) . Plötzlich zog er seine Dame nach f2, mitten ins Herz der gegnerischen Stellung. Der Gegner verblieb verblüfft, musste die Dame tauschen. Der Angriff war weg und es folgte Materialgewinn für Mirko – der Gegner gab frustriert auf. Erst nach der Partie offenbarte sich, dass Caissa etwas nachgeholfen hatte: Mirkos Dame hatte einen weißen Bauern auf dem Weg nach f2 „übersprungen“, was aber beiden Spielern nicht auffiel – eine Reklamation war nicht mehr möglich.

3:2 Führung Blumenau

Es blieb weiterhin chaotisch, doch damit war Caissas Güte bereits für Blumenau aufgebraucht, denn an Brett 8 übersah Robin in akuter Zeitnot eine Springergabel und musste aufgeben.

3:3 Ausgleich

Die Entscheidung fiel an den Brettern 2 und 7. Daniel hatte am 7. Brett einen Bauern im Turmendspiel mehr, doch die Verwertung war schwierig. Dem Glauchauer Nachwuchsspieler gelang es, den Bauern zurückzugewinnen. Doch Daniel kämpfte weiter, hatte er den Vorteil des aktiveren Königs. Ihm gelang es, den gegnerischen h-Bauern zu gewinnen, der nicht mehr aufzuhalten war. Ein ganz wichtiger Sieg in diesem Match!

4:3 Führung

An Brett 2 hatte Bert den Gegner mit guter Vorbereitung überspielt – Lohn war ein gewonnenes Endspiel, in dem der Läufer in Kombination mit dem a-Bauern den gegnerischen Springer dominierte. Doch der Gegner hatte ebenfalls einen Freibauern. In Zeitnot gelang es Bert nicht, den entscheidenden Zug zu finden. Plötzlich kippte die Partie, beide Bauern gingen zur Dame, Bert musste eine Qualität dafür ins Geschäft stecken. Doch der gegnerische König war schwach – ein Dauerschach reichte zum Matchgewinn.

4,5:3,5 Endstand

Durch diesen Sieg springt Blumenau überraschend auf den Silberrang in der Tabelle, da Neukirchen alle Kräfte freisetzte und Stollberg bezwang.

Die Blumenauer Heimstärke bleibt damit bestehen. Nur der jetzige Tabellenführer Freiberg konnte Punkte aus dem Flöhatal entführen.

Für Blumenau stellt sich die Frage nach dem Aufstieg jedoch weiterhin nicht. Die Spielerdecke ist zu dünn, um sich eine Liga höher zu bewähren. Im letzten Spiel gegen den Tabellenachten CSC Aufbau geht es daher nur darum, die Ehre zu bewahren.


Zweite Mannschaft spielt unentschieden

Die zweite Mannschaft trat zu sechst auswärts in Eppendorf an. Da bei Eppendorf ebenfalls ein Brett fehlte, wurde nur an sieben Brettern gespielt. Die erspielten 3,5 Brettpunkte reichten somit zum Punktgewinn, man verpasste aber, Eppendorf zu überholen.

Gerold, Gerd und Clemens sammelten Siege, während Johannes ein Remis beitrug


Samstag, 7. März 2026

01.03.2026: Riesencoup im Flöhatal

Blumenau hält die Liga spannend

Am 7. Spieltag empfingen die Blumenauer die Stollberger Schachfreunde im Flöhatal.
Einen Gegner, den die Blumenauer schon aus früheren Zeiten kannten. Doch die Stollberger hatten sich vor der Saison verstärkt und auch ihren erfolgreichen Nachwuchs befördert. Das Fazit: die klare Tabellenführung mit drei Punkten Vorsprung in der Liga, da alle anderen Mannschaften Punkte abgaben. Bei nur drei ausstehenden Spielen ein gewaltiger Vorsprung. Zumal die Blumenauer Division mit Formschwankungen zu kämpfen hatte und nicht in der Lage war, in dieser Saison eine Serie aufzubauen.

Trotzdem bereiteten sich die Blumenauer intensiv auf dieses Match vor, wissend, dass Stollberg gegen Annaberg und Wilkau-Haßlau bereits Schwächen offenbart hatte.

Doch dann der Schreck: Peter Simon fiel kurzfristig für das Spiel aus, Gerold Müller musste den Platz einnehmen. Damit war klar, dass es für die Blumenauer nur noch darum ging, eine hohe Pleite, wie sie zuvor Konkurrent Markneukirchen gegen Stollberg erlitten hatte, zu vermeiden. Es mussten Brettpunkte her, um im Abstiegskampf nicht komplett den Faden zu verlieren.

Spieltag 01.03.2026:
Die Stollberger reisten pünktlich in Bestbesetzung zum Spiel an.

So gab es bereits das erste Novum in der Blumenauer Schachgeschichte: Am ersten Brett gab sich GM Thomas Pähtz die Ehre – der erste Großmeister, der in Blumenau am Brett spielte. Zuvor waren die späteren Großmeister Matthias Womacka und Roven Vogel im Nachwuchsalter zu Gast in den ehrwürdigen Blumenauer Hallen aus Stein.

Die Blumenauer begannen das Match konzentriert, die Anspannung schien eher auf Stollberger Seite zu liegen.

Und so begann das Match verheißungsvoll, denn Felix gelang es am Brett 1 mit den schwarzen Figuren, ein Remis gegen den Großmeister zu erkämpfen. Neben dem halben Punkt ein Moralschub für die Blumenauer Truppe.
0,5 : 0,5 Zwischenstand

An den anderen Brettern entwickelte sich ein reger Kampf. Doch Stollberg ging nun in Führung: Daniel an Brett 7 hatte eine schwierige Stellung aus der Eröffnung erreicht. Er kämpfte sich aber zurück und gewann sogar einen Bauern. Im taktischen Getümmel schlug er jedoch eine Figur falsch und musste daraufhin aufgeben.
0,5 : 1,5 Führung Stollberg

Und auch an Brett 4 sah es nicht gut aus, da Jens frühzeitig die Qualität verlor. Allerdings war die Stellung noch recht geschlossen, sodass er weiterkämpfen konnte.

Doch dann der erste Lichtblick: Robin an Brett 8 überraschte seinen Gegner in der Eröffnung, sodass dieser nicht die besten Züge fand. Es folgte ein Figurengewinn, der im Endspiel den Sieg garantierte.
1,5 : 1,5 Ausgleich

An Brett 5 hatte Jan eine solide Stellung mit Schwarz erreicht. Sein Gegner ging daraufhin ins Risiko und schob die Bauern vor seinem König nach vorne – ein riskantes Manöver.

Gleichzeitig hatte Gerold an Brett 6 mit Weiß eine ordentliche Stellung erreicht. Er bot daraufhin Remis. Der Stollberger Mannschaftsleiter empfahl seinem Mitspieler weiterzuspielen. Er saß jedoch auf der falschen Seite der Uhr und sah nicht, dass Gerolds Gegner nur noch 15 Minuten Bedenkzeit hatte. Das Weiterspielen erwies sich daher als Boomerang, da Gerold in gegnerischer Zeitnot die aktivere Stellung erreichte und Bauern gewann.

Doch das Match kippte anschließend an Brett 3. Mirko stand schwer unter Beschuss, der Gegner hatte einen starken Angriff aufgebaut. Doch durch einen raffinierten Springerzug am Rand gelang es ihm, die Drohungen zu parieren und den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen. Der zweite Springer setzte nach und Mirko gewann eine Qualität, die er im Endspiel sicher verwertete.

Die plötzliche Führung für Blumenau!
2,5 : 1,5

Und plötzlich lief alles für die Blumenauer, denn auch Jan gelang es, die Offensive des Gegners abzuwehren. Ein Figurengewinn folgte, doch der Gegner behielt starke Bauern im Zentrum. Der weiße König blieb zu schwach – als Jans Dame die Bauern abfräste, war die Partie entschieden.
3,5 : 1,5 Zwischenstand

Doch es kam noch besser. Bert spielte an Brett 2 eine Glanzpartie, seine weißfeldrige Strategie ging vom ersten bis zum letzten Zug perfekt auf. Damit war der Coup des Tages gesichert!
4,5 : 1,5 Zwischenstand

Jens musste sich abschließend an Brett 4 nach langem Kampf geschlagen geben, und Gerold gelang es schließlich, seinem sich ständig in Zeitnot befindlichen Gegner den finalen Stoß zu versetzen.
5,5 : 2,5 Endstand

Ein für die Blumenauer Schachfreunde bei sonnigem Wetter perfekt verlaufender Spieltag!

Durch diesen Sensationssieg wird die ganze Liga durcheinandergewirbelt. Blumenau öffnet für vier Mannschaften mit neun Punkten die Tür zum Aufstieg. Dennoch verbleibt Stollberg, mit Führung in Mannschafts- und Brettpunkten, in der Poleposition.

Die Blumenauer Division befindet sich jedenfalls in der komfortabelsten Situation der Liga: Mit neun Punkten ist der Klassenerhalt früh gesichert, und der Aufstieg spielt keine Rolle. Damit ist der Druck weg, und die nächsten Spiele können entspannt angegangen werden.


Zweite Mannschaft feiert den ersten Sieg

Auch die zweite Mannschaft spielte gegen Stollberg, auswärts gegen die dritte Reserve.
Zwar waren nur sechs Spieler verfügbar, aber auch Stollberg 3 musste Bretter freilassen. So ergab sich in Summe ein 4,5 : 3,5-Sieg für Blumenau 2 – der erste Sieg der Saison für unsere Reserve.

Clemens legte mit seinem Sieg den Grundstein für den Erfolg. Ronald, Günter (+:-) und Gerd Sinkewitz punkteten ebenfalls voll. Johannes steuerte ein Remis bei.