Trotz Auswärtsseuche: Ehre gegen den CSC bewahrt
Für die Blumenauer Schachfreunde ging es am letzten Spieltag gegen die zweite Mannschaft des CSC Aufbau. Ein auf dem Papier klares Duell, da man als Zweitplatzierter favorisiert in das Match gegen den Tabellenachten gehen sollte. Doch infizierte sich Blumenau wieder mit der "Auswärtsseuche".
Hatte man damit doch schon schlechte Erfahrungen gesammelt und in den Auswärtsspielen gegen Markneukirchen und den damaligen Tabellenletzten Annaberg aufgrund verschiedener Ausfälle frühzeitig in der Liga Punkte verschenkt. Und diesmal kam es besonders schlimm: gleich 4 Stammspieler fielen wegen verschiedenen Gründen aus. Ein Umstand, der eigentlich nicht zu kompensieren ist. Zumal die zweite Mannschaft auch noch ein paar Spieler brauchte, um ein fettes Strafgeld in der letzten Runde zu vermeiden.
So konnten nur 7 Spieler den Weg nach Chemnitz antreten, mit dem Ziel, wenigstens ein 4:4 zu erkämpfen und die Ehre zu bewahren. Denn der CSC musste im Abstiegskampf sicherheitshalber punkten, da der Konkurrent Annaberg aufgrund einer Regelposse gegen Markneukirchen in der 8. Runde (zurecht) zwei Punkte am grünen Tisch erhielt.
Der einzig mildernde Umstand: da auch die erste Mannschaft des CSC in der Sachsenliga zwingend siegen musste, konnten keine Spieler heruntergereicht werden. Doch der starke Nachwuchs war trotzdem am Start.
9:00 gings los. Als erstes beendete Gerold an Brett 5 seine Partie. Nach frühem Figurentausch einigte er sich mit seinem Gegner geschwind auf remis. 1,5: 0,5 Zwischenstand
Die anderen Partien gingen wesentlich länger. Nach gut 2,5 Stunden einigte sich auch Ronald an Brett 7 mit seinem Gegner auf Remis. Ronald hatte eine Druckstellung aufgebaut, aber nach dem Abtausch der Schwerfiguren war kein Vorteil mehr vorhanden. 2 : 1 Zwischenstand
Einen vollen Punkt für Blumenau gab es nun an Brett 1, da Felix schwarzfeldriger Läufer die gesamte Partie dominierte. 2:2 Ausgleich
Es sah jedoch nicht danach aus, als kämen viele weitere Punkte hinzu. Die Nachwuchsspieler des CSC präsentierten sich stark. So hatte Jens Gegnerin an Brett 4 im Endspiel mit dem aktiveren Turm Gewinnchancen, tauschte diesen jedoch ab, sodass Jens aufgrund des generischen rückständigen Bauerns etwas glücklich gewann. 2 : 3 Führung.
Auch Mirko sammelte Erfahrung gegen seinen jungen Gegner, der schon bei der Sachsenmeisterschaft gute Ergebnisse aufzuweisen hat. So zeigte dieser Mirko, wie man die Eröffnung richtig spielt. Aber er verpasste die Vorteilsfortsetzung im Stile Eric Rosens, sodass Mirko in ein besseres Endspiel kam. Zwar war Mirkos Läufer besser als der eingefrorene Springer, aber der gegnerische gedeckte Freibauer erlaubte ihm auch keine Fortschritte. 2,5 : 3,5 Zwischenstand
An Brett 8 tauschten Gerd und sein Gegner immer weiter Figuren, bis nur noch ein Läufer und ein paar Bauern auf jeder Seite übrig waren. Da Gerds Bauern alle richtig standen, erkannte nun auch sein Gegner, dass man nur durch Läufer vor und zurückziehen keine Partie gewinnen kann. 3 : 4 Zwischenstand
So musste wieder Bert an Brett 2 als Letzter kämpfen. In der Eröffnung hatte er riskant gespielt und stand vermutlich schlechter. Ein Figurenopfer stiftete etwas Verwirrung. Trotzdem blieben nur Dame und Springer am Rand gegen zwei zentralisierte Türme und einen Springer. Da sein Gegner in Zeitnot den Springer jedoch verlor, gab es keinen Zweifel mehr am Ausgang der Partie. Der generische König stand blank - zu viele Schachgebote waren möglich. Und auch die beiden Türme waren im Morast steckenblieben, sodass Bert alle Bauern einsammeln konnte. Um 14:00 folgte Matt und die lange Saison ging mit einem 3:5 Auswärtssieg zu Ende.
So konnte man am letzten Spieltag zu siebt die Ehre bewahren. Doch auch für den CSC gab es ein versöhnliches Ende, da Annaberg verlor und somit CSC II in der Liga verbleibt.
Somit landet man zum Abschluss der Saison stark auf Rang 2, hinter Freiberg. Die beiden "U-Boote" der Liga, Freiberg und Blumenau, zeigten erst zum Saisonende ihre Klasse. Während andere Mannschaften schon vom Aufstieg träumten, konzentrierte man sich immer auf das nächste Spiel. Wobei Freiberg noch einen Torpedo in Reserve hat, der nur gegen Blumenau zum Einsatz kam ;).
| Von Platz 5 auf Platz 🥈 |
Experiment zweite Mannschaft endet mit Klatsche gegen Annaberg 2
Aufgrund der Personalsorgen der ersten Mannschaft ging es für die zweite Mannschaft nur darum, 4 Mann ans Brett zu bringen und ein Strafgeld zu vermeiden. Mit 5 Spielern wurde die Pflicht erfüllt. Rico und Hans Buschmann erzielten die 1,5 Ehrenpunkte des Tages, sodass man eine Vollblamage vermied. Somit endete das Experiment zweite Mannschaft nach zwei Saisons, da die Spielresonanz zu gering war.