Das Ziel anvisiert und getroffen
Am 1.Februar stand für die Blumenauer Schachfreunde das bisher wichtigste Spiel der Saison an.
Gegen den Lokalrivalen und direkten Abstiegskonkurrenten Lengefeld musste ein Sieg her, denn sonst hätte man die Initiative in der Liga verloren. Allen Blumenauern war die Wichtigkeit des Spiels klar - deshalb kamen nur die besten Spieler ausgestattet mit den besten Eröffnungen zum Einsatz.
Die Lengefelder Schachfreunde waren jedoch personalgeschwächt und mussten daher ihr erstes Brett freilassen. Doch man war vorgewarnt - eine ähnliche Situation hatte es bereits am ersten Spieltag gegeben. Die Lengefelder düpierten damals mit 6 Spielern 8 Markneukirchner und erreichten ein 4:4.
Von daher waren die Ziele schnell erkannt: an den Brettern 4, 6,7 an denen Lengefeld schwächer besetzt war, wurden Siege anvisiert. An den anderen Brettern war ein Remis das Ziel.
Und das Match begann perfekt für die Blumenauer, denn Robin an Brett 7 hatte den Gegner haargenau ins Visier genommen. In einer auspräparierten Variante konnte er den Gegner schon nach 12 Zügen bezwingen - ohne Dame und ohne Zeit auf der Uhr gab dieser auf.
2 : 0 Führung für Blumenau
Mirko an Brett 3 hatte in der Eröffnung einen Bauern gewonnen, doch der Gegner entwickelte auf den weißen Feldern eine gefährliche Initative. Das Remisangebot kam daher genau im richtigen Moment.
2,5 : 0,5 für Blumenau
Es ging für die Blumenauer gut weiter: an Brett 6 konnte Jan einen Bauern erobern. Von da an übernahm er die Kontrolle in der Partie und gewann sicher.
3,5 : 0,5 für Blumenau
An Brett 8 hatte Daniel im Mittelspiel einen Bauern geopfert und dafür eine schöne Initiative entwickelt.
Vermutlich war die Stellung für ihn bereits besser, aber da ein Remis das Mannschaftsergebnis weiter zementierte, nahm er das Remisangebot seines Gegners an.
4,0 : 1,0 für Blumenau
Jetzt brauchte es nur noch einen halben Punk, um die Operation zum erfolgreichen Abschluss zu bringen.
Doch an den letzten 3 Brettern war die Lage schwieriger.
So musste sich Jens an Brett 5 geschlagen geben, nachdem sein Gegner eine Figur gewann.
Doch Peter an Brett 4 beseitigte schnell alle Zweifel. Nachdem der Lengefelder Vorstopper in der Eröffnung sein Zentrum etwas zu schnell vorschob, gewann Peter einen Bauern. Dafür standen seine Figuren etwas passiv. Im Endspiel gab er jedoch den Bauern geschickt zurück. Wissend, dass sein Läuferpaar ihm dem Sieg sichert.
5,0 : 2,0 für Blumenau
Bert an Brett 2 stand die ganze Partie ausgeglichen, doch wieder wurde die Zeit knapp.
Dennoch sah alles nach Remis aus. Doch just in dem Moment, als sein Gegner Remis bot, schlich sich bei diesem ein Fehler ein. Mit nur zwei Minuten auf der Uhr erkannte Bert diesen Fehler jedoch sofort und wickelte in ein gewonnenes Bauernendspiel ab.
6,0 : 2,0 Endstand
Mit diesem Sieg springt die Mannschaft aus dem Flöhatal auf Platz 5 der Liga. Dennoch liefen alle Ergebnisse gegen uns, denn sowohl Glauchau als auch Neukirchen konnten etwas überraschend ihre Spiele gewinnen. Der Abstiegskampf geht also weiter.
Auch Freiberg II gewinnt klar in Blumenau
Die zweite Mannschaft konnte diesmal zu siebt antreten. Gegen den Aufstiegsfavoriten Freiberg II war aber trotzdem keine Kraut gewachsen. Nachdem Freiberg I bereits vor zwei Wochen einen Sieg einfuhr, farmte auch deren neue Reserve 6,5 Brettpunkte in Blumenau. Gerold, Gerd und Günther holten jeweils ein Remis.