Blumenau hält die Liga spannend
Am 7. Spieltag empfingen die Blumenauer die Stollberger
Schachfreunde im Flöhatal.
Einen Gegner, den die Blumenauer
schon aus früheren Zeiten kannten. Doch die Stollberger hatten sich
vor der Saison verstärkt und auch ihren erfolgreichen Nachwuchs
befördert. Das Fazit: die klare Tabellenführung mit drei Punkten
Vorsprung in der Liga, da alle anderen Mannschaften Punkte abgaben.
Bei nur drei ausstehenden Spielen ein gewaltiger Vorsprung. Zumal die
Blumenauer Division mit Formschwankungen zu kämpfen hatte und nicht
in der Lage war, in dieser Saison eine Serie aufzubauen.
Trotzdem bereiteten sich die Blumenauer intensiv auf dieses Match vor, wissend, dass Stollberg gegen Annaberg und Wilkau-Haßlau bereits Schwächen offenbart hatte.
Doch dann der Schreck: Peter Simon fiel kurzfristig für das Spiel aus, Gerold Müller musste den Platz einnehmen. Damit war klar, dass es für die Blumenauer nur noch darum ging, eine hohe Pleite, wie sie zuvor Konkurrent Markneukirchen gegen Stollberg erlitten hatte, zu vermeiden. Es mussten Brettpunkte her, um im Abstiegskampf nicht komplett den Faden zu verlieren.
Spieltag 01.03.2026:
Die Stollberger reisten
pünktlich in Bestbesetzung zum Spiel an.
So gab es bereits das erste Novum in der Blumenauer Schachgeschichte: Am ersten Brett gab sich GM Thomas Pähtz die Ehre – der erste Großmeister, der in Blumenau am Brett spielte. Zuvor waren die späteren Großmeister Matthias Womacka und Roven Vogel im Nachwuchsalter zu Gast in den ehrwürdigen Blumenauer Hallen aus Stein.
Die Blumenauer begannen das Match konzentriert, die Anspannung schien eher auf Stollberger Seite zu liegen.
Und so begann das Match verheißungsvoll, denn Felix gelang es am
Brett 1 mit den schwarzen Figuren, ein Remis gegen den Großmeister
zu erkämpfen. Neben dem halben Punkt ein Moralschub für die
Blumenauer Truppe.
0,5 : 0,5 Zwischenstand
An den anderen Brettern entwickelte sich ein reger Kampf. Doch
Stollberg ging nun in Führung: Daniel an Brett 7 hatte eine
schwierige Stellung aus der Eröffnung erreicht. Er kämpfte sich
aber zurück und gewann sogar einen Bauern. Im taktischen Getümmel
schlug er jedoch eine Figur falsch und musste daraufhin aufgeben.
0,5
: 1,5 Führung Stollberg
Und auch an Brett 4 sah es nicht gut aus, da Jens frühzeitig die Qualität verlor. Allerdings war die Stellung noch recht geschlossen, sodass er weiterkämpfen konnte.
Doch dann der erste Lichtblick: Robin an Brett 8 überraschte
seinen Gegner in der Eröffnung, sodass dieser nicht die besten Züge
fand. Es folgte ein Figurengewinn, der im Endspiel den Sieg
garantierte.
1,5 : 1,5 Ausgleich
An Brett 5 hatte Jan eine solide Stellung mit Schwarz erreicht. Sein Gegner ging daraufhin ins Risiko und schob die Bauern vor seinem König nach vorne – ein riskantes Manöver.
Gleichzeitig hatte Gerold an Brett 6 mit Weiß eine ordentliche Stellung erreicht. Er bot daraufhin Remis. Der Stollberger Mannschaftsleiter empfahl seinem Mitspieler weiterzuspielen. Er saß jedoch auf der falschen Seite der Uhr und sah nicht, dass Gerolds Gegner nur noch 15 Minuten Bedenkzeit hatte. Das Weiterspielen erwies sich daher als Boomerang, da Gerold in gegnerischer Zeitnot die aktivere Stellung erreichte und Bauern gewann.
Doch das Match kippte anschließend an Brett 3. Mirko stand schwer unter Beschuss, der Gegner hatte einen starken Angriff aufgebaut. Doch durch einen raffinierten Springerzug am Rand gelang es ihm, die Drohungen zu parieren und den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen. Der zweite Springer setzte nach und Mirko gewann eine Qualität, die er im Endspiel sicher verwertete.
Die plötzliche Führung für Blumenau!
2,5 : 1,5
Und plötzlich lief alles für die Blumenauer, denn auch Jan
gelang es, die Offensive des Gegners abzuwehren. Ein Figurengewinn
folgte, doch der Gegner behielt starke Bauern im Zentrum. Der weiße
König blieb zu schwach – als Jans Dame die Bauern abfräste, war
die Partie entschieden.
3,5 : 1,5 Zwischenstand
Doch es kam noch besser. Bert spielte an Brett 2 eine Glanzpartie,
seine weißfeldrige Strategie ging vom ersten bis zum letzten Zug
perfekt auf. Damit war der Coup des Tages gesichert!
4,5
: 1,5 Zwischenstand
Jens musste sich abschließend an Brett 4 nach langem Kampf
geschlagen geben, und Gerold gelang es schließlich, seinem sich
ständig in Zeitnot befindlichen Gegner den finalen Stoß zu
versetzen.
5,5 : 2,5 Endstand
Ein für die Blumenauer Schachfreunde bei sonnigem Wetter perfekt verlaufender Spieltag!
Durch diesen Sensationssieg wird die ganze Liga durcheinandergewirbelt. Blumenau öffnet für vier Mannschaften mit neun Punkten die Tür zum Aufstieg. Dennoch verbleibt Stollberg, mit Führung in Mannschafts- und Brettpunkten, in der Poleposition.
Die Blumenauer Division befindet sich jedenfalls in der komfortabelsten Situation der Liga: Mit neun Punkten ist der Klassenerhalt früh gesichert, und der Aufstieg spielt keine Rolle. Damit ist der Druck weg, und die nächsten Spiele können entspannt angegangen werden.
Zweite Mannschaft feiert den ersten Sieg
Auch die zweite Mannschaft spielte gegen Stollberg, auswärts
gegen die dritte Reserve.
Zwar waren nur sechs Spieler
verfügbar, aber auch Stollberg 3 musste Bretter freilassen. So ergab
sich in Summe ein 4,5 : 3,5-Sieg für Blumenau 2 –
der erste Sieg der Saison für unsere Reserve.
Clemens legte mit seinem Sieg den Grundstein für den Erfolg. Ronald, Günter (+:-) und Gerd Sinkewitz punkteten ebenfalls voll. Johannes steuerte ein Remis bei.